Es regnet Ponys
Freitag, 21. Mai 2010
Nach Hause kommen
Liebe Freunde und Familie, nun ist es amtlich: Ich komme am 24. Juni nach Hause. *schnief*
"Sie freuen sich ja sicher auf Ihren Mann." - "Ja, aber der ist gerade in Südafrika, wenn ich in Deutschland ankomme." Meine Güte, das klingt vielleicht nach einem aufregenden Leben :-)

[paka]!

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Mittwoch, 19. Mai 2010
Verzweifeln
Ich war in aller Frühe einkaufen und habe eigentlich das bunte Treiben am Morgen genossen.
Auf dem Weg nach Hause lief eine Frau mit ihrem Enkelkind vor mir her. Der Kleine hat über irgendwas sehr lachen müssen und die Großmutter machte alle paar Sekunden große Augen und tat mit zahlreichen "Huchs" und Oohs" ihre Überraschung kund.
Ich habe zunächst nicht verstanden, worüber sie sich so amüsieren, bis ich dann gesehen habe, dass in der Plastikeinkaufstüte der Frau ein Fisch zappelte. Wie lustig.
Meine Mitbewohnerin regt sich immer darüber auf, dass so viele den Chinesen als erstes die schlechte Behandlung der Tiere vorwerfen. Die Menschen seien ihr dann doch wichtiger, meint sie. Nun, da hat sie sicher recht. Aber wer seinen Hund schlägt, schlägt im Zweifelsfall auch sein Kind, nicht?
Man bemüht sich lange, all das für uns inakzeptable Verhalten zu entschuldigen. "Ja, nun, natürlich, aber...". Doch mit jeder neuen Begebenheit, die die Toleranz auf die Probe stellt, schwindet auch ein klein wenig Achtung. Das ist ein unbehagliches Gefühl und ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Irgendwann können die unfassbare Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, denen man andererseit so häufig begegnet, die Summe solcher Erlebnisse nicht mehr wettmachen. Es taucht unweigerlich der Gedanke auf, dass der Mann, der einem gerade geholfen hat, eine Fahrkarte zu kaufen, sich gleich daheim mit seinem Sohn über einen sterbenden Fisch amüsiert. Was macht man dann nur? Die Achtung zu verlieren und wieder nach Hause zu fahren ist sicher nicht der richtige Weg.

[paka]!

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Sonntag, 16. Mai 2010
Ein weiteres Mal staunen
Da habe ich eben am Telefon noch meinem Mann erklärt, dass ich ein staatlich finanziertes Katzen-Kastrationsprogramm für nötig halte, es aber klar ist, dass das Land derzeit mit wichtigeren Dingen beschäftigt ist.
Auf dem Weg zu einem Morgenspaziergang auf dem Campus muss ich dann sehen, wie in unserer Straße vier Männer die Platanen putzen. Sie haben sie von allen allzu liederlichen Trieben an Stamm und Ästen befreit. Nun sehen die Bäume ordentlich aus und die Katzen verrecken weiter.
Und ich will mir gar nicht ausmalen, was alles zugunsten der äußerlichen Makellosigkeit auf der Strecke bleibt, das wirklich wichtig wäre.

[paka]!

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