| Es regnet Ponys |
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Mittwoch, 23. Juni 2010
to become addicted to sth.
esregnetponys, 20:44h
to "Leben anderswo"
Nach diesem Aufenthalt kann ich nun endlich verstehen, warum meine Schwester alle paar Jahre ihren Wohnort wechselt. Ich kann es fühlen schon bevor ich wieder daheim bin, dass man süchtig danach wird. Süchtig danach zu schauen, wie das Leben anderswo ist. to Perlen Du meine Gutii! Ich war im Perlenladen. Mit jeder weiteren Kette, die mir die freundliche Verkäuferin um den Hals gelegt hat, bin ich diesen kleinen Wunderwerken mehr verfallen. Jetzt muss ich nur noch reich werden, damit ich mir irgendwann die richtig schönen umhängen kann - kiloweise. to "Schwärmen zusehen" Nichts anderes sind die Menschen dieser Stadt während der Rush Hour in der U-Bahn: Teil eines riesigen Schwarms. Es ist faszinierend, sich ebenfalls dieser wogenden Masse anzuschließen. Man lässt sich einfach nur noch treiben und schaut, was der Nachbar macht. Der Schwarm zuckt ein wenig, teilt sich auf die Rolltreppen auf, kommt auf dem Bahnsteig wieder zusammen.... und immer so weiter. Ein Autor der China Daily hat es die Tage schön als "Welle" beschrieben, die erst bricht, wenn die Bahn schließlich am Ziel ist und die Menschen sich an der Oberfläche wieder zerstreuen. Ein wenig beängstigend sind die Schwärme, die kurz vor Schulbeginn an der Ampel aufgehalten werden. Am Morgen unterstützen immer ein paar Polizisten die Ampeln. Der Schwarm bleibt zunächst an der Kreuzung stehen, doch schon nach wenigen Sekunden macht sich Ungelduld breit. Die Spannung, die sich aufbaut, ist körperlich zu spüren, beinahe zu hören. Die ersten brechen aus, werden zurückgepfiffen, doch es werden immer mehr und schließlich gibt der Polizist auf, bis der nächste Schwarm an der roten Ampel steht. to Choy Sum Chinesischer Blütenkohl. Eltern: Im Garten muss unbedingt ein Feld dafür abgesteckt werden. Es ist zweifellos das leckerste Gemüse der Welt. Jawohl! Nun, in weniger als 12 Stunden fliege ich nach Deutschland. Zeit für eine Bilanz? Dazu werde ich erst daheim in der Lage sein. Gerade bin ich ein wenig verstört, hänge herum zwischen Trauer und Freude. Sich zu verabschieden ist die Hölle, an das Willkommen zu denken ist paradiesisch. Ich habe mich alles in allem gut geschlagen, glaube ich. So viele wunderbare Menschen kennen gelernt, viele Chinesen, Gott sei Dank. (Ich habe Deutsche getroffen, die in 3 Monaten nicht ein einziges Mal mit Chinesen essen waren und glauben, dass in diesem Land nicht viel Gemüse gegessen wird. Pffft!) Zwischendurch musste ich aber auch mal die unfaire Tier-Keule rausholen, weil ich es einfach nicht mehr ertragen habe. Ich kriege viel in meinem Kopf nicht zusammen und ich weiß nicht, ob es mir je gelingen wird. Ich weiß, dass ich das alles hier nicht einfach abhaken kann. Ich weiß aber nicht, wie es aussehen soll, das Nicht-Abhaken. Ihr alle werdet wohl recht geduldig mit mir sein müssen, mein Schimpfen ertragen und meine schwärmerischen Fotopräsentationen. Auf ein baldiges Wiedersehen [paka]! ... comment |
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Letzte Aktualisierung: 2010.09.26, 23:30 status
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